Dalida

Frankreich 2016 - 124 Min. - Regie: Lisa Azuelos. Mit Sveva Alviti, Ricardo Scarmacio, Jean-Paul Rouve
DalidaSie war eine der größten Chansonsängerinnen Frankreichs. Und trotzdem zutiefst unglücklich. Sie hatte einen Hit nach dem anderen, doch bei den Männern hatte sie kein Glück: Dalida. Die Filmbiographie von Regisseurin Lisa Azuelos zeichnet nun ihr bewegtes, viel zu kurzes Leben nach, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Erfolgen und Niederschlägen. Ein packendes, anrührendes Porträt einer aufregenden Frau, die von Titeldarstellerin Sveva Alviti perfekt verkörpert wird.

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Der Film von Lisa Azuelos beginnt in Kairo. Hier wird Dalida 1933 unter dem Namen Yolande Gigliotti als Tochter italienischer Eltern geboren. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird der Vater interniert, weil Ägypten auf Seiten der Alliierten steht. Das Mädchen geht auf eine christliche Schule, wird dort wegen seiner Brille gehänselt. Doch mit 17 Jahren wird Yolande zur schönen Frau, gewinnt Schönheitswettbewerbe und zieht 1955 nach Paris. Erste Erfolge im Olympia Theater, Schallplattenvertrag mit dem Barclay-Label, ihr erster Erfolg mit der Single „Bambino“, Heirat mit dem Radio-Produzenten Lucien Morisse. Auf Männer übt Dalida eine geradezu magnetische Wirkung aus, egal ob junger Fan oder unglücklicher Kollege. Der Schlagersänger Luigi Tenco, mit dem sie liiert ist, nimmt sich 1967 noch während des Festivals in San Remo das Leben – ein kritischer Seitenhieb auf den Druck, der auf den Sängern lastet. Später wird sich Morisse umbringen, eine Todessehnsucht legt sich über den Film, der mit Dalidas erstem Selbstmordversuch begann, um dann in mehreren Rückblenden aus verschiedenen Perspektiven durch die Erzählungen anderer ihr Leben aufzurollen.