Die Räuber

Deutschland / Luxemburg 2012 - 80 Min. - Regie: Frank Hoffmann & Pol Cruchten. Mit Maximilian Schell, Wolfram Koch, Eric Caravaca, Robinson Stevenin und Isild Le Besco u.a.
DieMit „Die Räuber“ übersetzen Frank Hoffmann und Pol Cruchten in Co-Regie Schillers Drama in ein aktuelles Setting. Nicht mehr die Erbfolge eines Grafen steht im Mittelpunkt des Bruderkonfliktes, sondern die Übernahme der väterlichen Privatbank. Der Graf wurde durch den, von Maximilian Schell gespielten, Patriarchen ersetzt. Der letzte Leinwandauftritt des Oscar Preisträgers.

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Karl saß drei Jahre unschuldig im Gefängnis. Er hielt den Kopf für seinen Vater hin, um die Familie und besonders das familieneigene Bankhaus zu schützen. Die illegalen Machenschaften scheinen jedoch eigentlich von Karls Bruder Franz auszugehen. Dieser hat in Karls Abwesenheit die Geschäfte des Bankhauses an sich gerissen und intregiert gegen seinen Bruder. Er hat sogar den Vater dazu gebracht mit dem Erzfeind zu fusionieren. Als Einzige treu an Karls Seite steht seine Schwester Amalia (Isild Le Besco). Doch Karl findet durch eine Knastbekanntschaft neue Freunde. Er schließt sich einer Räuberbande an. Ihr Ziel ist es das Bankhaus auszurauben. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Die deutsch-luxemburgisch-belgische Co-Produktion eröffnete in diesem Jahr das Filmfestival Max Ophüls Preis. Die Premiere war gleichzeitig der Abschied von einem der größten deutschsprachigen Schauspieler. Ein letztes Mal zeigt Maximilian Schell (Das Urteil von Nürnberg) als gebrochener alter Mann sein Können.

Moritz Matzmorr