The Founder

USA 2016 – 115 Min. – Regie: John Lee Hancock. Mit Michael Keaton, Laura Dern, Nick Offerman, Patrick Wilson u.a.
TheMcDonalds ist heute der Inbegriff des American Way of Life. Wer hätte gedacht, dass „Fast Food“ zu Beginn gar nicht Mainstream war – und das Konzept seinen Erfindern gestohlen wurde, auf eine sehr amerikanische Art und Weise? John Lee Hancock („Saving Mr. Banks“) lässt Michael Keaton nach „Birdman“ wieder zur Höchstform auflaufen und erzählt die bitterböse Erfolgsgeschichte eines Mannes ohne Eigenschaften.

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Ray Kroc (Keaton) kann eigentlich nichts. Dafür verkauft er sich und seine teils haarsträubenden Patente als Handlungsreisender ziemlich gut. In den fünfziger Jahren, zwischen Rock ‚n’ Roll und leuchtenden Dinern am Highway findet er schließlich zwei freundliche, unscheinbare Brüder, die eine ausgeklügelte Imbissbude führen: Dank einer völlig neuen Arbeitsaufteilung und getimter Zubereitung sind die Hamburger in wenigen Minuten fertig – und Kroc wittert das große Geschäft. Was als Franchise beginnt, nimmt immer haarsträubendere Ausmaße an...

Für das hervorragende, schwarzhumorige Drehbuch zeigte sich Robert D. Siegel („The Wrestler“) verantwortlich und Keaton spielt den aalglatten Manager mit einer äußerst gelungenen Mischung aus Schlitzohrigkeit und tiefem Narzissmus. Mit „The Founder“ ist ihnen eine ebenso boshafte wie unterhaltsame Kapitalismus-Satire gelungen.

André Szardenings