Das grüne Gold

Schweden, Deutschland, Finnland 2016 – 82 Min. - Regie: Joakim Demmer.
DasWährend überall die Spendentrommeln für die Hungernden in Afrika gerührt werden, trägt mit Äthiopien eines der ärmsten Länder selbst zur steigenden Armut bei: durch den Ausverkauf fruchtbarer Ackerflächen an ausländische Investoren. Die dringliche, gründliche recherchierte Doku legt diesen Missstand schonungslos offen. Gründe für dieses rücksichtslose „Landgrabbing“ werden dabei ebenso umfassend dargelegt wie die dramatischen Auswirkungen auf die Einheimischen. Ein wichtiger und mutiger Film.

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Fruchtbares Ackerland gilt als das neue Gold. Das grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den Weltmarkt. Eine der lukrativsten Spielflächen ist Äthiopien. „Das grüne Gold“ versinnbildlicht in nachdenklich stimmenden Bildern einen schier unfassbaren Widerspruch: den von Geldgier getriebenen Landnahmeprozess in einem Staat wie Äthiopien, in dem über die Hälfte der Bevölkerung als unterernährt gilt. Anstatt den fruchtbaren Boden den ansässigen Bauern oder Bewohnern zwecks Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen, verhökert die Regierung das eigene Land Stück um Stück. Es ist das großer Verdienst von Filmemacher Demmer, diese fatale Entwicklung in seiner Dokumentation ausführlich zu beleuchten und allumfassend darzustellen — inklusive der Konsequenzen.