LUC BESSONs „Cinema du look“

Gerade erst hat sich Luc Besson seinen Kindheitstraum verwirklicht: Die Verfilmung von Valerian — Die Stadt der tausend Planeten, der verrückten 22-bändigen Comic-Reihe „Valérian Et Laureline“ von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin. Und warum erst jetzt? „Weil die Technik dies bisher nicht ermöglicht hat“ antwortet er. Er war bei James Cameron am Set von AVATAR und hat sich erklären lassen, was in der neuen 3D-Technik alles möglich ist. Und da habe er Blut geleckt und das, obwohl er bis heute nicht mal einen Computer bedienen kann. Dafür aber habe er gute Leute, die seine Vorstellungen und Ideen perfekt umsetzen. Luc Besson wurde 1959 in Paris geboren und wuchs als Sohn von zwei Tauchlehrern auf mediterranen Inseln auf. Der Regisseur ist Autodidakt, eröffnete mit IM RAUSCH DER TIEFE 1988 die Filmfestspiele in Cannes. Die Kritiken waren verheerend, doch der Film wurde zu einem internationalen Erfolg. Anfang der Neunziger folgten großartige und kommerziell erfolgreiche Action-Filme wie NIKITA, LÉON, DER PROFI und DAS FÜNFTE ELEMENT, mit denen er sich zum Akteur des ‚Cinema du look‘ machte, einer Ausrichtung des französischen Kinos der 1980er Jahre, die Stil über Inhalt stellte. In diesem Jahrtausend verlegte sich Besson mehr auf das Schreiben und Produzieren. Mit ‚Eurocorp‘ hat er seine eigene Produktions- und Verleihfirma und mit der ‚Cité du Cinema‘ sein eigenes Studiogelände. Besson war mit den Schauspielerinnen Anne Parillaud und Milla Jovovich verheiratet und hat mit seiner dritten Frau Virginie Silla drei Töchter.
Kalle Somnitz