Lucky Loser

Deutschland 2017 - 94 Min. - Regie: Nico Sommer. Mit Peter Trabner, Annette Frier, Emma Bading, Elvis Clausen, Andreas Hoppe, Michael Kind, Christin Nichols u.a.
LuckyMit „Silvi“ und „Familienfieber“ etablierte sich Nico Sommer als Regisseur des so genannten German Mumblecore, dessen Vertreter auf Improvisationen schwören. Seine neue Tragikomödie „Lucky Loser“ entstand nun zwar nach Drehbuch, doch Sommer bleibt auch dem Improvisieren gegenüber aufgeschlossen. Der aus „Dicke Mädchen“ und „Alki Alki“ von Axel Ranisch bekannte Hauptdarsteller Peter Trabner brilliert in seiner Paraderolle als sympathischer Verlierer und überspielt die konventionelle Anlage des Campingplatz-Films.

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Eigentlich wollten Mike (Peter Trabner) und seine Claudia (Annette Frier) nur eine Beziehungspause einlegen. Die dauert nun aber schon neun Jahre. Für alle ist klar, dass die Pause zur Trennung wurde, immerhin lebt Claudia längst mit Thomas (Kai Wiesinger) zusammen und ihre einzige Verbindung zu Mike ist die gemeinsame 15-jährige Tochter Hannah (Emma Bading). Doch Mike will seine Ex nach wie vor zurückgewinnen. Während Claudia vor ihrer Beförderung zur Chefärztin steht, bekommt Mike sein Leben nicht auf die Reihe. Der Job in der Autowaschanlage ist suboptimal, und noch dazu verliert er seine Wohnung, weil er die Mietkündigung nicht fristgerecht anfechtet.

Seit seinem Kinodebüt „Silvi“ gilt Regisseur Nico Sommer als Teil des German Mumblecore, einer Spielart des jungen deutschen Films, die mit geringen Budgets hantiert und unter Verzicht auf ein klassisches Skript auf Improvisationen setzt. „Lucky Loser“ drehte Nico Sommer nun nach Drehbuch, was den pointierten Dialogen durchaus anzumerken ist: weniger Alltagssprache, mehr Wortwitz.