Zwischen Himmel und Erde – Anthroposophie heute

Schweiz 2009 – 82 Min. – Farbe – Regie: Christian Labhart. Mitwirkende: Susanne Wende, Martin Ott, Christoph Homberger, Christoph Graf, Claudine Nierth, Sebastian Gronbach, Bodo von Plato u.a.
ZwischenVon Rudolf Steiner vor über 100 Jahren entwickelt ist die Anthroposophie bis heute in den Bereichen Pädagogik, Medizin, Landwirtschaft und Kultur weltweit wirksam. Ist sie ein weltfremder, esoterischer Schulungsweg, eine fundamentalistische Weltanschauung oder gar eine radikale Alternative zum Mainstream des Kapitalismus?

zurück | Mehr darüber

Verbunden ist der Begriff Anthroposophie (eine Kombination der griechischen Begriffe für Mensch und Weisheit) immer noch mit der Person Rudolf Steiner. Der 1925 gestorbene Philosoph entwickelte um 1900 seine Weltanschauung, die auch heute noch in vor allem drei Bereichen präsent ist, die auch den Film bestimmen: Die Waldorfschulen, die Eurythmie und die biologisch–dynamische Landwirtschaft. Kritik an den Lehren Steiners wurde schon immer geführt, ihr Dogmatismus kritisiert, ihre esoterischen Aspekte verlacht, zudem steht Steiner wegen rassistischer Äußerungen in der Kritik.

Ob Politaktivistin, Landwirt, Eurythmie–Lehrer in Ägypten oder Musiker. Unterschiedlicher können die Lebenswege der im Film Portraitierten kaum sein. Regisseur Christian Labhart trifft in seinem Film auf Menschen, die als Anthroposophen tätig sind, Zweifler, die die Lehren Steiners für die moderne Zeit zu adaptieren suchen und auf Kritiker, die diese Bewegung, die ihnen einst Heimat war, hinter sich gelassen haben. Ihre Lebenswege verkörpern die Vielfalt anthroposophischen Denkens und Handelns und die Ambivalenz zwischen Faszination und Ablehnung eines schillernden Universums.

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE – ANTHROPOSOPHIE HEUTE widmet sich einem der spannendsten geistesgeschichtlichen Felder des vergangen Jahrhunderts mit anhaltender Strahlkraft in die Gegenwart.