Die aktuelle Woche vom 28.07. bis 03.08. *


Nicht verpassen:
Unsere Sonderveranstaltungen

Vorpremiere in OmU 

Julieta
JulietaSpätestens mit dem missglückten „Fliegende Liebende“ schien Pedro Almodóvar seine Linie verloren zu haben, die ihn zum erfolgreichsten spanischen Regisseur der Filmgeschichte gemacht hatte. Mit seinem neuen Film „Julieta“, der im Wettbewerb des Festivals von Cannes gezeigt wurde, findet er zu alter Klasse zurück, entwickelt seinen Blick auf weibliche Emotionen dabei jedoch behutsam weiter.
Wir zeigen in der Vorpremiere die spanische Originalversion mit deutschen Untertiteln.
Mo 1.8. | 19:00 Uhr | OmU | Cinema

Filmreihe Nicolas Winding Refn 

Only God Forgives
Only God ForgivesRegisseur Nicolas Winding Refn gelang ein stilistisches Meisterwerk, das formvollendete Set-Ausstattung und schlichte Schönheit mit Szenen expliziter Gewalt im Rotlichtviertel von Bangkok kontrastiert. Ryan Gosling spielt einmal mehr den stillen Rächer — diesmal gepeinigt von Ödipus-Komplex, Masturbationsfantasien und Thaibox-erprobten Polizisten. Ein bedrohlicher und brutaler Faustschlag von einem Film.
Wir zeigen seinen Film von 2013 im Rahmen unserer Filmreihe Nicolas Winding Refn.
Mo 1.8. | 21:15 Uhr | Metropol

Vorpremiere in OmU 

Maggies Plan
Maggies PlanFast ein eigenes Genre sind inzwischen Filme, in denen Greta Gerwig eine junge Frau spielt, die meist in New York lebt und nach ihrem Platz im Leben sucht. Rebecca Millers „Maggies Plan“ ist eine amüsante Variation dieser Gerwig-Filme: eine hochkarätig besetzte, spritzige und moderne Großstadtkomödie über die unplanbaren Zufälle im Leben und in der Liebe — pointiert, emotional, sehr unterhaltsam. Zufall und Unvorhersehbarkeit lösen die scheinbar bekannten Anordnungen auf und machen „Maggies Plan“ zu einem ungewöhnlichen Seherlebnis, das immer wieder von neuem überrascht.
Di 2.8. | 19:00 Uhr | OmU | Metropol

In memoriam Götz George 

Der Totmacher
Der TotmacherSchon mit sechs Jahren hat er auf der Bühne gestanden und tat das auch noch, als das Fernsehen ihn längst berühmt gemacht hat. Im Kino debütierte er neben Romy Schneider in „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ und feierte erste Erfolge mit den Winnetou-Filmen. Doch George hatte Größeres im Sinn, träumte von der heeren Filmkunst und tatsächlich erfüllte Romuald Karmaker ihm 1995 diesen Traum, in dem er ihn als homosexuellen Massenmörder Fritz Haarmann in seinem Film DER TOTMACHER besetzte und ihm die Chance gab zu zeigen, was für ein genialer Schauspieler in ihm steckt. Götz George spielte sich die Seele aus dem Leib und ließ diese widersprüchliche Figur, die mal jämmerlich und jammernd, dann wieder stolz und herrschsüchtig war, vor seinen ebenso gefassten wie entsetzten Ermittlern auferstehen, wie man es in einem Kammerspiel selten eindringlicher erlebt hat.
Di 2.8. | 19:00 Uhr | Souterrain

Folgende Woche ab Donnerstag

Kurzfilmpremiere mit Cast & Crew 

Runter Tage — Down Days
Runter Tage — Down DaysLukas streift Nacht für Nacht durch die Stadt, auf der Suche nach... irgendwas. Als er dann plötzlich aus seinem eigenen App-Business geworfen wird, sieht er sich mit den größten Fragen des Lebens konfrontiert: Wer bin ich? Was will ich? Und wo ist eigentlich mein Vater? Ein unabhängig in Düsseldorf produzierter Kurzfilm über die immer fortwährende Identitätssuche gelangweilter Jugendlicher aus dem großstädtischen Mittelstand.
Zur Premiere werden Cast und Crew im Metropol zu Gast sein.
Sa 16.7. | 16:00 Uhr | Metropol

komma/homochrom 

Kein Zickenfox
Kein ZickenfoxJeden Dienstag treffen sich 66 Frauen im Alter von 20 und 70 in einer Grundschule in Berlin-Kreuzberg, um gemeinsam zu musizieren. Sie spielen insgesamt 21 verschiedene Instrumente von Tuba bis Piccoloflöte. Sie haben aber auch die unterschiedlichsten Lebensentwürfe. Sie sind Polizistin, Bäuerin, pensionierte Pfarrerin oder alleinerziehende Mutter. Manche lieben Frauen, andere wiederum Männer. Doch so verschieden sie auch sind, jede Frau ist hier willkommen. Die beiden Regisseurinnen Dagmar Jäger und Kerstin Polte begleiten die Damen des Frauenblasorchester bei ihren Proben, im Alltag und bei Auftritten, z.B. auch mal im Mohnfeld. Das ist fürs Publikums äußerst kurzweilig und unterhaltsam.
Mo 18.7. | 19:15 Uhr | Bambi

Diese Woche neu im Kino

1001 Nacht – Der Ruhelose
1001 Nacht – Der RuheloseIn seinem gewaltigen Triptychon „1001 Nacht – Der Ruhelose/Der Verzweifelte/Der Entzückte“ erzählt Miguel Gomes („Tabu“) die Geschichten der Verlierer der Wirtschaftskrise Portugals in einer Mischung aus Realität, Fiktion, Dokumentarischem und Märchen. Fordernd, traurig, erotisch, böse und packend, ist dieser neue Höhepunkt des europäischen Kunstfilmes wie eine gute Oper die Dauer seiner Zeit absolut wert. Umso mehr, da die Krise der Union bereits ein Jahr später von den Rändern in ihre Mitte gedrungen ist.
Sa, So 14:15 Uhr | Bambi
Wiener Dog
Wiener DogIn „Wiener Dog“ zeigt uns Todd Solondz („Willkommen im Tollhaus“) in vier aberwitzigen Episoden die Abgründe des „American Way of Life“ aus Sicht eines Dackels. Mit schrägem Humor und einem höchst prominenten Cast wird Solondz auch dieses Mal seinem Ruf als Ausnahmeregisseur mit Sinn fürs Absurde mehr als gerecht.
tgl. 19:00 Uhr
tgl. (außer Mo) 21:00 Uhr · Di, Mi 21:00 Uhr in OmU | Bambi
Seefeuer — Fuocoammare
Seefeuer — FuocoammareDie Entscheidung für die Vergabe des Hauptpreises an „Fuocoammare“ auf der diesjährigen Berlinale setzte in zweifacher Weise ein Zeichen: Ein politisches, da der italienische Regisseur Gianfranco Rosi sich thematisch von mehreren Seiten der Situation in Lampedusa angenähert hat, welche kurz darauf als „Flüchtlingskrise“ auch unsere Geschichte verändern sollte – aber ebenso ein ästhetisches, da dokumentarische Formen in den großen Wettbewerben der Filmfestivals noch immer eine randständige Position einnehmen. So ist die doppelte Parteinahme für das Marginale ein umso gravierenderes Statement, das sich in jeder Hinsicht als verdient erweist. „Seefeuer - Fuocoammare“ gehört zu den eindringlichsten und sehenswertesten Filmen des Jahres.
Sa, So 14:30 Uhr
tgl. 19:00 Uhr | Metropol
Zeit für Legenden
Zeit für LegendenDie Olympischen Spiele 1936. Längst weht in Deutschland ein anderer Wind. Das Nazi Regime hat Fuß gefasst und Leni Riefenstahl plant, die Wettkämpfe in pompöser Manier filmisch festzuhalten. Der farbige Athlet Jesse Owens versetzte dem deutschen Stolz mit seinem legendären Sieg jedoch einen herben Schlag. Dieses Biopic zeichnet die Hintergründe nach und liefert ein Plädoyer für Menschenrechte.
tgl. (außer Di) 19:00 Uhr · Mo 19:00 Uhr in OmU | Metropol
Vorpremieren und Sonderveranstaltungen ab Donnerstag:
Freuen Sie sich auf die Kurzfilmpremiere mit Cast & Crew von Runter Tage — Down Days. homochrom zeigt diese Woche Kein Zickenfox.